Frauen im Weinbau: Winzerinnen im Fokus

von Marilen Schwald auf June 12, 2026

Am Donnerstag, 12. November 2026 um 18.30 Uhr stellt das 5. Kapitel unserer Serie W-ein Kapitel die Frauen hinter den Weinen in den Mittelpunkt. Du verkostest Weine von Produzentinnen aus unserem Sortiment und lernst ihre Geschichten kennen. Die Weine stehen im Zentrum, die Haltung schwingt mit. Durch den Abend führe ich, Marilen, und stelle dir die Winzerinnen vor, die ich auf unseren Reisen persönlich kennengelernt habe.

Wein wird oft als Männersache erzählt. Dabei stehen in vielen unserer Lieblingsweingüter Frauen an entscheidenden Stellen: im Rebberg, im Keller, in der Buchhaltung oder als treibende Kraft, die einen Betrieb in die nächste Generation trägt. An diesem Abend rücken wir sie ins Licht, ohne grosse Geste, einfach über das, was am Ende im Glas ist.

In Italien gibt es dafür sogar ein eigenes Netzwerk: die Donne del Vino, die „Frauen des Weins“. Der 1988 gegründete Verband zählt heute weit über tausend Mitglieder, Winzerinnen, Önologinnen, Sommelièren und Gastronominnen, die sich gegenseitig stärken und die Rolle der Frauen in der Weinwelt sichtbarer machen. Frauennetzwerke sind mir eine Herzensangelegenheit: Ich habe mit womenmatter/s selbst ein Netzwerk für Frauen mitgegründet. Umso mehr freut es mich, an diesem Abend die Frauen hinter unseren Weinen vor den Vorhang zu holen. Mehrere der Produzentinnen, die du im Glas hast, sind Teil dieser Bewegung oder verkörpern genau ihren Geist.

Diese Winzerinnen und ihre Weine lernst du kennen

Eine Vorschau auf die Frauen, die den Abend prägen, einmal quer durch unsere Sortimente von Norden nach Süden, vom Gardasee über das Piemont und die Toscana bis nach Sizilien und Zypern. Welche Weine genau ins Glas kommen, stimmen wir auf den Abend ab. Alle Genannten findest du in unserem Sortiment, verlinkt zur jeweiligen Auswahl im Shop.

Alexandra Egger-Ramer, Egger-Ramer (Südtirol)

Ganz im Norden, mitten in Bozen, führt die Familie Egger-Ramer ihr kleines, privates Weingut seit 1880 in mittlerweile fünfter Generation. Alexandra Egger-Ramer führt das Gut gemeinsam mit ihrem Mann Peter. Die Paradesorte ist seit über hundert Jahren der autochthone Lagrein, der Südtiroler Rotweinklassiker schlechthin: dunkel, samtig, würzig, mit der typischen erdigen Note. Wir haben die Familie auf unserer Weinreise durch den Norden Italiens besucht, nachzulesen in unserem Reisebericht Wir entdecken den Norden.

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Elena Fay, Sandro Fay (Lombardei)

Im Veltlin (Valtellina), einem alpinen Weinbaugebiet in der Lombardei nahe der Schweizer Grenze, keltert die Familie Fay ihren Alpen-Nebbiolo, lokal Chiavennasca genannt, auf steilen Terrassen. Seit Ende der 1990er-Jahre führen die Geschwister Marco und Elena Fay den Betrieb: Marco als Önologe im Keller, Elena verantwortet Vertrieb und Marketing und hat massgeblich dazu beigetragen, die Weine international bekannt zu machen. Als wir auf unserer Nordreise beim Gut die erste Nacht im Garten verbrachten, nahm sich Elena Zeit, führte uns durch die Lagen und Rebsorten und erklärte uns die Besonderheiten der Terroirs. Die Weine sind elegant, frisch und mineralisch, mit deutlich weniger Alkohol als die berühmten Nebbiolo-Verwandten aus Barolo und Barbaresco. Den Besuch liest du in unserem Reisebericht Wir entdecken den Norden, die ganze Geschichte des Guts im Porträt von Sandro Fay.

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Die Frauen der Familie Toros, Franco Toros (Friaul)

Im äussersten Nordosten Italiens, im Collio bei Cormons an der slowenischen Grenze, keltert die Familie Toros einige der feinsten Weissweine Friauls: Friulano, Pinot Bianco und Sauvignon, präzise und mit salziger Mineralität. Franco Toros hat das Gut zu seinem heutigen Ruf geführt, und die Zukunft ist weiblich: Seine drei Töchter Eva, Cristina und Erika sind die nächste Generation und führen die Familientradition weiter, während Ehefrau Rosanna seit jeher das Herz des Betriebs ist. Weine von großer Klarheit, die zeigen, wie viel Spannung in einem friulanischen Weisswein stecken kann.

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Matilde Poggi, Le Fraghe (Veneto)

Am Ostufer des Gardasees, in Cavaion Veronese, führt Matilde Poggi seit 1984 ihr biozertifiziertes Gut Le Fraghe, benannt nach den wilden Erdbeeren („fraghe“ im veronesischen Dialekt), die zwischen den Reben wachsen. Sie ist eine der einflussreichsten Frauen des italienischen Weins: Pionierin der Donne del Vino, Mitgründerin und langjährige Präsidentin der FIVI (Vereinigung der unabhängigen Winzer:innen Italiens) und erste Italienerin an der Spitze des europäischen Dachverbands CEVI in Brüssel. Ihre Weine sind das Gegenteil von Mode: ehrlicher, eleganter Bardolino und Chiaretto aus Corvina und Rondinella, frisch und unkompliziert, ganz auf Herkunft gebaut.

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Marta Magnabosco, Monte Tondo (Veneto)

In Soave, ein paar Kilometer östlich von Verona, keltert die Familie Magnabosco auf vulkanischem Basaltboden mineralische, eigenständige Weissweine aus Garganega. Ein echter Familienbetrieb in dritter Generation, in dem jede und jeder eine Rolle hat. Marta Magnabosco ist gelernte Sommelière und im Gut für die internationalen Kontakte zuständig. Sie war es, die uns empfangen hat, als wir mit unserem Land Rover Paul auf unserer Weinreise in Soave Halt gemacht haben: ein ganzer Nachmittag bei der Familie, am Pool, im Keller und beim gemeinsamen Abendessen. Im Glas überzeugt der Soave Classico, daneben führen wir zwei prickelnde Garganega-Varianten und Rotweine aus der Valpolicella. Die ganze Geschichte des Guts liest du im Porträt von Monte Tondo.

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Maddalena Pasqua, Musella (Veneto)

Vor den Toren von Verona, auf den Hügeln von San Martino Buon Albergo, führt Maddalena Pasqua das traditionsreiche Weingut Musella in die Zukunft, und das radikal konsequent: Musella ist biodynamisch und Demeter-zertifiziert. Wo andere im Valpolicella auf Masse und Wucht setzen, hat Maddalena auf gelebte Biodiversität, gesunde Böden und Eleganz im Glas gesetzt. Dafür wurde sie lange belächelt. Heute geben ihr die Weine und die Kritik recht: Musella gehört zu den Famiglie Storiche, den historischen Amarone-Familien, und steht zugleich für einen modernen, naturnahen Weg. Ein wunderbares Beispiel dafür, wie eine Frau ein altes Haus erfolgreich neu denkt. Bei uns findest du unter anderem ihren Amarone Riserva, den Ripasso und den weissen Drago Bianco aus Garganega. Bei Maddalena waren wir auf unserer Weinreise persönlich vor Ort, festgehalten in Teil 4 unserer Weinreise.

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Tiliana Begali, Begali (Veneto)

Im Herzen der Valpolicella Classica, im Weiler Cengia bei San Pietro in Cariano, keltert die Familie Begali ihre kräftigen, eleganten Klassiker. Was Giordano nach dem Krieg begann und sein Sohn Lorenzo mit Ehefrau Adriana ab 1986 zur Marke machte, trägt heute die nächste Generation weiter: Tochter Tiliana Begali ist im Betrieb aktiv mit dabei. Begali gehört wie Musella zu den Famiglie Storiche des Amarone. Der Amarone Monte Ca’ Bianca gilt als einer der schönsten der Appellation, daneben führen wir den Ripasso und den Valpolicella. Bei Begali waren wir auf unserer Weinreise persönlich zu Besuch, nachzulesen in unserem Reisebericht Wir tauchen in die Welt der Schaumweine ein (Folge 2). Mehr zum Gut liest du in unserem Begali-Porträt.

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Ida Vittoria Drei Donà, Drei Donà (Emilia-Romagna)

In den Hügeln der Romagna zwischen Forlì, Castrocaro und Predappio keltert die Familie Drei Donà seit Generationen Sangiovese, der hier zu Hause ist. Ida Vittoria gehört zur nächsten Generation des Guts. Eine schöne Verbindung von Wein und Lebensweg: Der vielfach ausgezeichnete Weisswein „Il Tornese“ (Forlì Bianco IGT) ist nach ihrem Dressurpferd benannt, mit dem sie in jungen Jahren erfolgreich ritt. Die Familie Drei Donà haben wir auf unserer Weinreise persönlich besucht. Wie dieser Abend aussah, liest du in unserem Reisebericht Wir schwitzen auf dem Weg in den Süden (Folge 4).

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Giorgia Mattioli, TerraQuilia (Emilia-Romagna)

In den Hügeln südlich von Modena führen Giorgia Mattioli und ihr Mann Francesco das biozertifizierte Familiengut TerraQuilia in die nächste Generation. Gearbeitet wird konsequent biologisch und vegan, der Schwerpunkt liegt auf Schaumweinen nach der Metodo Ancestrale, der ältesten Form der Schaumweinherstellung. Wir haben die beiden auf unserer Reise, als wir bei Ida zu Besuch waren, kennengelernt und uns von der ersten Minute weg blendend verstanden, nachzulesen in unseren Reiseberichten Wir haben Glück im Unglück (Folge 5) und Teil 3 unserer zweiten Weinreise. Die ganze Geschichte des Guts steht im Porträt von TerraQuilia.

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Michela Adriano, Adriano Marco e Vittorio (Piemonte)

In San Rocco Seno d’Elvio bei Alba pflegt die Familie Adriano seit Anfang des 20. Jahrhunderts ihre Reben, im Herzen der Langhe, dort wo der Nebbiolo zum Barbaresco wird. Michela Adriano (Jahrgang 1995) ist die neue Generation der Familie und engagiert sich im Netzwerk der „Donne del Vino“, der Frauen des Weins. Der Barbaresco aus der Lage Basarin ist das Aushängeschild des Guts: elegant, langlebig, ein klassischer Nebbiolo mit Duft von Rosen und Gewürzen.

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Cecilia Ballarin, Spirito Agricolo Ballarin (Piemonte)

Im Dogliani-Gebiet bei La Morra liegt das kleine Gut Spirito Agricolo Ballarin, das wir auf unserer Reise eher zufällig wiederentdeckt haben: Wir hatten dort zwei Jahre zuvor schon einmal übernachtet, ohne zu ahnen, dass daraus eines unserer Weingüter werden würde. Gianni führt den Betrieb gemeinsam mit seiner Tochter Cecilia, die die nächste Generation übernimmt. Hier entsteht unsere exklusive Langhe Rosso DOC „Edizione Donati“, die wir nur für uns abfüllen lassen. Die ganze Geschichte des Wiedersehens liest du im Reisebericht Unsere zweite Weinreise im Land Rover Paul (Teil 1).

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Maria Teresa Mascarello, Bartolo Mascarello (Piemonte)

Im Dorf Barolo selbst führt Maria Teresa Mascarello eine der legendärsten Cantinas des Piemonts. Ihr Vater Bartolo (1927–2005) war einer der berühmtesten Barolisti seiner Generation, ein „Mohikaner“ der traditionellen Schule: lange Mazeration, grosse alte Holzfässer, keine Barriques. Maria Teresa hält diese Philosophie konsequent hoch, allen voran den Barolo als klassische Cuvée aus vier Top-Lagen (Cannubi, San Lorenzo, Rué und Rocche dell’Annunziata), nicht als einzelne Crus. Nur rund fünf Hektar, bewusst klein gehalten, dazu die berühmten, oft politischen Etiketten mit Kultstatus. Eine Frau, die ein grosses Erbe nicht nur bewahrt, sondern mit eigener Hand weiterführt. Mehr zur Cantina und den neuen Jahrgängen liest du in unserem Porträt von Bartolo Mascarello.

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Anna Maria Abbona (Piemonte)

In Farigliano bei Dogliani, im südlichen Piemont, gilt Anna Maria Abbona vielen als „Königin des Dogliani“. Sie hat das Familiengut Ende der 1980er-Jahre vor dem Verkauf bewahrt und die alten Dolcetto-Reben, teils aus den 1930er- und 1940er-Jahren, zu neuem Ruhm geführt. Ihr Dogliani Superiore „Maioli“ stammt vom ältesten Rebberg der Familie und zeigt einen überraschend weichen, geschmeidigen Dolcetto mit Tiefe. Wir haben Anna Maria auf unserer Weinreise im Dogliani besucht, festgehalten in unserem Reisebericht Unsere zweite Weinreise im Land Rover Paul (Teil 1).

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Chiara Penati, Oltretorrente (Piemonte)

Chiara hat zusammen mit Michele Conoscente im östlichen Piemont, den Colli Tortonesi, von Grund auf ein Weingut aufgebaut. Zwei junge Agronom:innen aus Mailand, die 2010 mit gut eineinhalb Hektar gestartet sind und heute rund sieben Hektar biologisch von Hand pflegen. Im Zentrum steht der weisse Timorasso, lokal Derthona genannt. Wir haben Chiara und Michele auf unserer Reise besucht (nachzulesen in Teil 1 unserer Weinreise), und die ganze Geschichte des Guts liest du im Porträt von Oltretorrente.

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Elena und Martina Nannetti, Verbena (Toscana)

Das kleine Familiengut Verbena liegt in den Hügeln von Montalcino und zählt zu den ursprünglichen Montalcino-Familienweingütern. Bei Verbena ziehen die Frauen mit: Elena führt die geschäftliche Seite, Tochter Martina arbeitet im Keller. Schon die Gründungsgeschichte verläuft über die Frauen der Familie. Aus ihrem Brunello-Trester brennen sie einen feinen Grappa di Brunello di Montalcino, den wir bei uns führen. Bei Verbena waren wir auf unserer Weinreise persönlich zu Besuch, nachzulesen in unserem Reisebericht Unsere zweite Weinreise im Land Rover Paul (Teil 2).

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Die Frauen von Lisini (Toscana)

Lisini in Sant’Angelo in Colle ist eines der historischen Brunello-Güter, in Familienhand seit Jahrhunderten. Eine Frau hat hier Weingeschichte geschrieben: Elina Lisini war 1970 die erste und bis heute einzige Präsidentin des Brunello-Konsortiums und führte die Familie bis 2009. Heute trägt unter anderem Cousine Ludovica Lisini die Tradition weiter: reinsortiger Sangiovese, Ausbau in grossen slawonischen Eichenfässern. Bei uns findest du den Brunello di Montalcino und den zugänglicheren Rosso di Montalcino. Lisini haben wir auf unserer Weinreise besucht, nachzulesen in unserem Reisebericht Wir haben Glück im Unglück (Folge 5).

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Paari O’Toole, Tenuta Golo (Toscana)

In Cervognano bei Montepulciano führt das irisch-indische Paar Niall und Paari O’Toole ihre kleine Boutique-Cantina Tenuta Golo. Eine schöne Aussteiger-Geschichte: Beide waren als Anwälte international tätig, bevor sie 2020 ihren Traum vom eigenen Weingut in der Toscana verwirklichten. Auf wenigen Hektar entsteht ihr Aushängeschild, der Vino Nobile di Montepulciano aus Sangiovese (lokal Prugnolo Gentile), strukturiert, elegant und mit Reifepotenzial. Ein junges Projekt mit viel Hingabe und internationaler Handschrift.

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Martina und Lisa Chiappini, Chiappini (Toscana)

An der etruskischen Küste, im Herzen des berühmten Bolgheri, liegt das biozertifizierte Familiengut Chiappini. Gegründet von Giovanni Chiappini, einem Bauernsohn aus den Marken, der früh an das Potenzial Bolgheris glaubte. Heute tragen seine Töchter Martina und Lisa Chiappini die Fackel weiter, Martina führt den Betrieb massgeblich, Lisa gab dafür sogar ihren Beruf als Architektin auf. Im Glas die typischen Bolgheri-Rebsorten Cabernet, Merlot und Petit Verdot, dazu ein Vermentino: Weine mit Struktur und mediterraner Eleganz.

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Anna Becheri, Podere Albiano (Toscana)

Im stillen Val d’Orcia, zwischen Montalcino, Montepulciano und Pienza, liegt das kleine Gut Podere Albiano bei Trequanda. Ada Anna Becheri hat es gemeinsam mit Alberto Turri gegründet und aufgebaut, von der ersten Rebe 2002 bis zum eigenen, vollständig geothermisch betriebenen Keller. Ein konsequent nachhaltiges Projekt mit nahezu klimaneutraler Produktion. Auf wenigen Hektar entstehen Weine der Orcia DOC aus Sangiovese, Merlot, Cabernet und Petit Verdot, mit Hand und Herz von den Inhaber:innen selbst gemacht.

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Agnese Alessandri, Boccadigabbia (Marken)

An der Adriaküste der Marken, bei Civitanova, liegt das Weingut Boccadigabbia, einst eines der „hundert Güter“ der napoleonischen Verwaltung. Heute führt die Familie Alessandri den Betrieb, und mit Agnese Alessandri ist die nächste Generation aktiv mit dabei. Boccadigabbia setzt auf die heimischen Rebsorten der Marken, allen voran den Rosso Piceno aus Montepulciano und Sangiovese, dazu die seltene weisse Ribona. Weine mit Tiefe und zugleich der Frische, die das milde Meeresklima schenkt.

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Caterina Chiacchiarini, Sartarelli (Marken)

Ebenfalls in den Marken, in den Hügeln von Poggio San Marcello bei Jesi, hat sich die Familie Sartarelli ganz einer einzigen Rebsorte verschrieben: dem weissen Verdicchio dei Castelli di Jesi. Gegründet 1972, geführt von Donatella Sartarelli und Patrizio Chiacchiarini, heute mit der nächsten Generation: Caterina Chiacchiarini verantwortet Marketing, Export und Verkauf, ihr Bruder Tommaso ist der Önologe. Sartarelli gehört zu den Massstäben für Verdicchio, ein frischer, mineralischer Weisswein mit der typischen Mandelnote, der auch reifen kann.

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Carolin Martino, Casa Vinicola Armando Martino (Basilikata)

Tief im Süden, in Rionero in Vulture am erloschenen Vulkan Monte Vulture, führt Carolin Martino gemeinsam mit ihrem Vater Armando das Familienweingut, das seit den 1940er-Jahren besteht. Im Zentrum steht der Aglianico del Vulture, die grosse autochthone Rotweinsorte der Basilikata, gewachsen auf vulkanischem Boden, die hier zu kraftvollen, würzigen und langlebigen Weinen wird. Carolin gehört zur jungen Generation, die der Region neuen Schwung gibt, und war Präsidentin des örtlichen Winzer-Konsortiums. Eine Winzerin, die Tradition und frischen Anspruch verbindet.

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Antonella Lonardo, Contrade di Taurasi (Kampanien)

In Taurasi, im Herzen der Irpinia in Kampanien, führt die Familie Lonardo ihr kleines, biologisch arbeitendes Gut Contrade di Taurasi, das offiziell sogar den Namen der Frauen trägt: „Contrade di Taurasi di Enza e Antonella Lonardo“. Antonella Lonardo führt den Betrieb gemeinsam mit ihrem Vater Sandro, ihre Mutter Enza war von Anfang an prägend dabei. Auf vulkanischem Boden wächst hier der Aglianico, der im grossen Taurasi gipfelt, dem „Barolo des Südens“: kraftvoll, langlebig, vielschichtig. Dazu der seltene weisse Grecomusc’. Ein Paradebeispiel dafür, wie der Süden Italiens grosse, herkunftstreue Weine hervorbringt.

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Carla, Michela und Paola Maugeri, Maugeri (Sizilien)

Am Osthang des Ätna, im Weindorf Milo, haben die drei Schwestern Carla, Michela und Paola Maugeri gemeinsam mit ihrem Vater Renato ab 2015 die alten Familienreben wiederbelebt. Über 80 Terrassen aus Lavastein, fast drei Kilometer Trockenmauern, Reben auf 700 Metern Höhe. Milo ist die einzige Gemeinde, die Etna Bianco Superiore tragen darf, gekeltert aus der autochthonen Carricante-Traube. Mineralisch, präzise, voller Spannung. Genau die Art Weisswein, die zu unserem Inselweine-Abend passt.

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Rebecca Argyrides, Argyrides Vineyards (Zypern)

Seit fünf Generationen bewirtschaftet die Familie Argyrides die hochgelegenen, zerklüfteten Böden rund um das Dorf Vasa Koilaniou im Weinbaugebiet Limassol. Heute ist mit Rebecca Argyrides eine neue Generation an der Reihe, die sich um die acht Hektar Reben der Familie kümmert und die lange Familienlinie weiterführt. Das Weingut sitzt im rund 200 Jahre alten, denkmalgeschützten Stammhaus, sorgfältig zu einem modernen Betrieb restauriert. Ihre zypriotischen Weine bringt unser Zypern-Spezialist Bernhard Furler nach Basel.

→ Zypriotische Weine im Shop  ·  mehr zu unseren Paphos-Weinen

 

Die Weine im Zentrum, die Haltung schwingt mit

Mir ist wichtig, dass dieser Abend kein Programm über ein Etikett ist, sondern eine echte Degustation. Wir reden über Rebsorten, Lagen, Stil und Handschrift, so wie an jedem W-ein-Kapitel-Abend. Dass dahinter Frauen stehen, ist der rote Faden, nicht der Marketing-Trick. Gerade weil ich viele dieser Produzentinnen persönlich kenne, kann ich dir aus erster Hand erzählen, wie sie arbeiten und was ihre Weine ausmacht.

Wer durch den Abend führt

Ich führe durch den Abend: Marilen. Ich leite Donati Vini gemeinsam mit Beat und bin auf unseren Weinreisen vielen dieser Winzerinnen selbst begegnet, an ihren Tischen, in ihren Kellern, oft bei einem gemeinsamen Essen. Diese Begegnungen sind der Grund, warum die Weine bei uns im Sortiment stehen, und genau diese Geschichten teile ich an diesem Abend mit dir.

Praktisches auf einen Blick

  • Wann: Donnerstag, 12. November 2026, 18.30 Uhr
  • Wo: Vinoteca Donati Vini, St. Johannsring 106, 4056 Basel
  • Preis: CHF 55.– pro Person
  • Durch den Abend führt: Marilen Schwald
  • Plätze: stark limitiert, Eintritt nur mit Ticket

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Häufige Fragen zum Abend

Worum geht es beim 5. Kapitel von W-ein Kapitel?

Um Winzerinnen aus unserem Sortiment. Du verkostest Weine von Produzentinnen und lernst ihre Geschichten kennen. Die Weine stehen im Zentrum, die Haltung schwingt mit. Durch den Abend führt Marilen Schwald.

Welche Winzerinnen sind dabei?

Geplant sind Weine von Produzentinnen quer durch Italien und Zypern, von Nord nach Süd: Le Fraghe, Musella und Begali (Veneto), Drei Donà und TerraQuilia (Emilia-Romagna), Adriano Marco e Vittorio, Ballarin, Anna Maria Abbona und Oltretorrente (Piemont), Verbena und Lisini (Toscana), Maugeri (Sizilien) sowie Argyrides (Zypern). Die genaue Weinauswahl stimmen wir auf den Abend ab.

Ist der Abend nur für Frauen?

Nein. Der Abend dreht sich um Weine von Winzerinnen, ist aber für alle offen, die guten Wein und gute Geschichten mögen. Willkommen sind alle.

Was kostet der Abend und wie melde ich mich an?

Der Abend kostet CHF 55.– pro Person. Die Platzzahl ist stark limitiert, der Eintritt nur mit Ticket möglich. Dein Ticket sicherst du dir über unseren Shop oder direkt bei uns.

 

Komm vorbei und lern die Frauen hinter den Weinen kennen

Das 5. Kapitel von W-ein Kapitel macht sichtbar, was sonst oft im Hintergrund bleibt: die Winzerinnen, die unsere Lieblingsweine prägen. Sichere dir dein Ticket, die Plätze sind begrenzt. Alle kommenden Abende findest du auf unserer Event-Seite.

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Ich freue mich auf dich.

Salute!

Marilen

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